der Humanität.
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fühlet. Glaube niemand, daß mit Wiclef, Hust,Luther diese große Wirkung der Universitäten vor-über sey; die Reformation auf ihnen in jederWissenschaft, Facultät und Lehre ist noch nicht still-gestanden ; ja sie wird und kann nickt stillstehen,so lange Universitäten dg sind. Mehrere Lehrer ei-ner Facultät, mehrere Facultaten, mehrere Univer-sitäten gegen einander sind gemeiniglich in Wett-streit; dieser Wettstreit muß mit den Jahren nichtabnehmen, sondern wachsen. Je mehr die Hand-werkobindernisse geschwächt werden (dies müssen sienothwendig) je mehr das Werk der Akademien einWerk des Geistes und einer freien Uebung wird,desto mehr entzündet sich der Wetteifer mit reinererFlamme. Universitäten sind Wacht- und Leucht-thnrme der Wissenschaft; sie spähen aus,was in der Ferne und Fremde vorgeht, fördern esweiter, und leuchten andern selbst vor. Universitätensind Sammlungs- und Vereinigungs-plätze d e r W i ss e n sc h a ft; aus ihrer Zusam-menstellung und gegenseitigen Befebdung oder Be-freundung entspringen dort und dann neue Resul-tate. Universitäten endlich sollten die letzten Frei-stäten und eine Schutzwehr der Wissen-sc haften seyn, wenn solche nirgend eine Frei-statt fänden. Was allenthalben verkannt würde,was im Geschäft hie und da seine Stimme wehrloserhübe, sollte hier einer unpartheiischen Aufmerksam-keit und eines Beistandes genießen, der von keinemEinfluß gestört würde. Irre ich nicht, so ist diesmehrmals geschehen; die Rathschläge der Lehrer ha-ben Verfolgungen aufgehalten, die die Rathschlägeder Staatsweisen nicht unterdrücken mochten; und