Band 
Adrastea III.
Seite
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i6ö Briefe zu Beföcderung

so sehe ich auch für die Zukunft Rathschläge derLehrer auf Universitäten hervorgehen, denen die Rath-schläge blöder Weisen kaum bestehen mögen. Bisalso die Universitäten sich selbst unnoth machen, un-terstütze man ihren Werth; ihr Publikum wird nochlange durch ein Besseres nicht ersetzt werden. Zu-nächst gilt dieses von den Universitäten Deutschlands;fast sind sie die einzige Gattung deutscher In-stitute, dir jedes Ausland mit Recht ehrt.

Ein noch größeres Publikum hat uns die Buc h»druckerey verschaffet; es ist sehr gemischt und ,fast unübersehlich. Welche Mühe kostete es in äl-tern Zeilen, Bücher zu haben, mehrere zu verglej-> chen und über einen Inbegriff von Wissenschaft zuurtheilen! Jetzt überschwemmen sie uns; eine FluchBücher und Schriften, aus allen für alle Nationengeschrieben. Ihre Blatter rauschen so stark und lei-se um unser Ohr, daß manches zarte Gehör schonjugendlich übertäubt wurde. In Büchern spricht Al-les zu Allem; niemand weiß zu Wem? Dst wis-sen wir auch nicht, Wer spreche? denn die Any-Nymio ist die große Göttin des Marktes. Von ei-nem solchen Publikum wußte weder Rom, nochGriechenland; Gutkenberg und seine Gehülfenhaben cS für die ganze Welk gestiftet.

Was ist darüber zu sagen ? Dies, daß es,, ohn-geachtek aller und der schnödesten Mißbrauche eingroßes Geschenk, ein unwiderrufliches Privilegiumfür die menschliche Gesellschaft, und ein ungeheuresMittel der Vorsehung sey, dessen Wirkungen undFolgerz noch nicht vor unserm Auge liegen. Wasgeschehen ist, können wir nicht zurücknehmen; die