der Humanitär.,
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Buchdruckerey ist da; nicht nur als Nahrungszweigfür Handel und Arbeit, sondern als eine Tubader Sprache,, so weit dies oder jenes Productreichet. Alle Monarchen der Welt, wenn sie mitvereinte» Kräften für jede Druckerstube träten, Leim-ten die arme Familie dieses Letternkastcns, das Asylund den Telegraph menschlicher Gedanken nicht zer-stören. Ja, wer wollte es zerstören, da es, nebsteinigem Bösen, so unsäglich viel Gutes gestiftet hat,und seiner unschuldigen aber kräftigen Natur nachnothwcndig noch stiften wird. Der Redner über-täubt mich;, der Schriftsteller spricht keis« und sanft;ich kann ihn bedächtig lesen.. Der Redner blendetmich mit seiner Gestalt, mit seinem Erfolg und An-setzn ; der Schriftsteller spricht unsichtbar, und. es istweine Schuld, wenn ich mich von seinem Wortprunkhintergehen, oder mir von seinem Geschwätz die Zeitrauben laste; ich soll ihn prüfen, ich darf ihn weg-werfen. Eegenseits ist auch freilich das Jrrsal, u»ddie Verführung hts Redners vorübergehend und ineinem Kreise beschlossen; das Gift und Jrrsal desSchriftstellers, feine Ehre und Schande dauret. Erselbst kann sie nicht, als etwa durch Besserung, durchWiderruf zurückrufen! und auch dadurch wird, wasgeschehen ist, nicht ungeschehen.. Wer weiß, ob diesBlatt des Widerrufs oder der Widerlegung in dievorige Hand kommt» oder ob es dem Irrthum gleichwirket? Das Publikum der Schriftstel-ler ist also von eigner Art; unsichtbar und allge-genwärtig, oft taub, oft stumm, und nach Jabren,nach Jahrhunderten vielleicht sehr laut und regsam.Verloren und doch »»verloren, ja unverlierbar ist,tvas man in seinen Schoos schüttet. Man kann nie
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