Band 
Adrastea III.
Seite
187
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der Humanität»

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Vaterländische Cultur gehört hiezu,und in dieser auch Cultur der Sprache. Was er-munterte die Griechen zu ihren rühmlichen undschwersten Arbeiten? Die Stimme der Pflicht unddes Ruhmes. Wodurch dünkten sie sich vorzügli-cher, als alle Nationen der Erde? Durch ihre cul-tivirte Sprache und waS mittelst derselben unter ih-nen gepflanzt war. Die imperatorische Sprache derRömer gebot der Welt; eine Sprache des Gesetzesund der Thaten. Wodurch hat eine nachbarlicheNation seit mehr als einem Jahrhunderte so vielEinfluß auf alle Völker Europa's gewonnen? Nebst"andern Ursachen vorzüglich auch durch ihre im höch-sten Sinne des Worts gebildete N a l i 0 n a lsp rä-che. Jeder, der'sich an ihren Schriften ergötzte,trat damit in ihr Reich ein und nahm Theil anihnen. Sie bildeten und mißbildeten; sie befablen,sie imponirten. Und die Sprache der Deutschen,die unsre Vorfahren eine Stamm- Kern« und Hel-densprache nannten, sollte wie eine Ucberwundeneden Siegeswagen Andrer ziehn, und sich dabeinoch in ihrem beschwerlichen Reichs- und Hofstxlbrüsten? Wirf ihn weg, den drückenden Schmuck,du wider deinen eigenen Willen eingezwängte Matt -ne, und sey, was du seyn kannst und ehemals wä-rest, eine Sprache der Vernunft, der Kraft undWahrheit. Ihr Vater des Vaterlandes, ehret sie,ehret die Gaben, die sie, unaufgefordert-und unbc-lvhnt, und dennoch nicht unrühmlich darbrachte.Soll lebe Kunst und Thätigkeit, durch welche man-cher dem Vaterlande gern zu Hülfe kommen möchte,sich erst wie jener verlohrne Sohn ausserhalb Landesvermuthen, und die Frucht seines Fleißes oder