Band 
Adrastea III.
Seite
202
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so» Briefe zu Beförderung

„Ich glaube, daß es bey euch viele geschickteMänner giebt *). Indessen mache ich einen großenUnterschied zwischen gründlichen Kenntnissen, die denSchatz des menschlichen Geschlechtsvermehren, und zwischen der Rotitz von Thatsa-chen, die man gemeiniglich Gelehrsamkeit nennet.Ich verachte diese Gelehrsamkeit nicht, deren Werthund Nutzen ich einsehe; dennoch aber wünschte ichdaß man sich mehr an das Gründliche hielte: den»es giebt allenthalben zu wenig Personen, die sich mit,dem Wichtigsten beschäftigen. Nichts ist soschön und so befriedigend, als eine wahre Kennt»niß vom System der Natur zu haben. Wür-den viele dies Studium liebgewinnen, so würde manweit gelangen, nicht nur in Nücksscht auf Bequem-lichkeiten des Lebens und der Gesundheit, sondern in* Rücksicht auf Weisheit, Tugend und Glück; stattdessen, daß man sich jetzt mit Kleinigkeiten abgiebt,die uns ergötzen, nicht aber vervollkommnen undveredeln. Unter Vollkommenheiten rechne ich nichts,als was uns auch nach diesem Leben bleiben kann;die Kenntniß von kaetis ist wie die Kenntniß derStraßen in London. Sie ist gut, so lange ma»dort ist. "

„Das göttliche Naturlicht in uns zuvermehren, hat man dreierley zu thun nöthig **).Zuerst sammle man eine Kenntniß der vortrefflichenErfindungen, die schon gemacht sind; sodann erfor-sche man, was noch zu entdecken ist; endlich brin-

*) Fetter. p. 27. an einen Engländer.

**) Fetter, x. ig.