der Humanität. - uc>3
ge man Beides, das Erfundne und iroch zu Erfin-dende in Lobqesange an den Urheber der Natur, zuErweckung der Liebe zu ihm und zu den Menschen.Wären die Sterblichen so glücklich, daß ein großerMonarch diese drei Dinge einmal für fein Werkansähe; in zehn Jahren würde zur Ehre Gottesund zum Wohl des Menschengeschlechts mehr bewirktwerden, als wir sonst in vielen Jahrhunderten aus«richten möchten."
,,Jch halte im Sinn, mancherlei Gedanken, diedas Wohl des Kaisers und des Reichs betreffen,unter dem Namen: „Deutsche Rathschlä-ge" ans'Licht zu stellen; es ist aber verdrießlich,Worte in den Wind zu verhauchen, und nach Artder Declamatorcn, die in Schulen über die besteForm der Republik zu Athen oder Karthago,reden, Dinge vorzutragen, die niemand anwendet.
Die besten Gedanken werden verächtlich, wenn mansie öffentlich hinstellt; unsre Feinde werden dadurchmehr gewarnt, als gebändigt. Indessen besitze ichmanches Ueberdachte, das auch großen Männernwichtig geschienen hat, und in unsern Zeiten demGanzen sehr nützlich seyn könnte. Bor allem bin ichmir der Treue bewußt, und der Liebe zum allgemei-nen Besten." *)
Gewiß verzeihen Sie mir, daß ich von Leib-n i tz Weissagungen sobald auf seine Vorschlageübergegangen bin; eines klugen Mannes Weissagun-gen sind Vorschläge des Bessern. Nicht ^
*) Fetter, p. 4. 5.