2ich Briefe zu Beförderung
wahrt wird, und es ist zu erwarten, daß die Re-gierung, die für alle und allerlei Wissenschaftenmehr als irgend eine andre in Deutschland lhllt undgethan hat, einem dazu tüchtigen Manne, unter ge-gebner bürgerlichen Treue, die Bekanntmachung desInhalts derselben auftrage. Der Einzige Band, denRaspe mit Kästnecs Vorrede von daher ansLicht stellte, ist vielleicht mehr werth, als LeibnitzcnsTheodice selbst; und wer unternähme es, für denkleinsten Zettel LeibnitzenS in Ansehung der Ideeverantwortlich zu werden, die er darauf nur hin-warf?
Dankbar erkenne ich jede Blume, die eine wür-dige ^>and nicht auf Leibnitz verscharrte Asche, son-dern dem ewigen Ehrenmahl streuet, das er sichselbst errichtet hat. Die Wölfische Schule, so un-gleich sie seiner Denkart war, hat ihm gleichsamein Kenotaphium gebauet; durch sie ist eine Klar-heit der Begriffe und eine Präcision des Ausdrucksin unsre Sprache gebracht worden, die ihr vorherunbekannt waren. Sollte, da ihre Periode vorüberist, Jemand noch jetzt Bedenken tragen, L e i b-nitzens Briefwechsel mit Wolf herauszugeben,der, was er auch enthielte, dem Letzter» nicht an-ders als zur Ehre gereichen könnte?
Auch ausser dieser Schule, wie jugendlich-liebist mir Alles , was Leibnitz ehret und in seinLicht stellt! Jede Zeile, die Käst ner, in man-cherlei Art und Form, zur Ehre und zum Verständ-niß seines Landsmannes schrieb; von Cocbius jedekleine Abhandlung in der Akademie der Wissenschaf-ten zu Berlin, (waren doch von ihm noch unge-