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Briefe zu Beförderung
Diese Grundsätze, denen der Verfasser viel Lo-kal-Interesse einstreuet, führen ihn bei seiner neu-ecrichtcten Bibliothek zum großen Hauptsatz:
„Praktische sittliche Aufklärung,ist gute Volkserzichung."
„Die Bücher in der alten Stadtbibliothek,sagt er, waren größtenthcils aus den aufgehobenenKlöstern ssesammlet; und so standen nun hier, wievormbls in Zellen, dicke MönchSgelehrsamkcit inThierhäuten, seltene Bibelausgaben an Ketten,alles angelesen, in lichtscheuen Gemächern."
„Religion und Gelehrsamkeit wohnten unter ei-,nem friedlichen Dache; sie gingen aber nicht Handin Hand, sondern eine jede dieser ernsten Bewohne-,rinnen ging für sich ihren einsamen dunkeln Pfad.Die Diener der Religion waren Sammler und Be-wahret der zu einer künftigen Anwendung modern-den Schätze der Weisheit. Uebcrhaupt hätte die Re-ligion der Christen, deren praktische Lehren im Te-stament für diese so klar sind, den Aufwand vonGelehrsamkeit auch entbehren können. Sie behieltaber nicht lange ihre edle Einfalt; es entstand dieWissenschaft, Theologie genannt, die von gelehrtenZusähen wie von frommen Täuschungen, durch alleneue Kraft noch nicht hat gereinigt werden können."
„Diese Religion, welche geoffenbarte Vernunftund die reinste Moral ist, würde mit sittlicher Auf-klärung zugleich hiehec gekommen seyn, wenn sienicht bereits in Süden im Grunde verdorben gewe-sen wäre, wie sie von da nach dem treuherzigenNorden kam." (Hier gehet der Verfasser die nähern