Band 
Adrastea III.
Seite
221
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der Humanität.

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die zur Bildung wirksamer ist, als Wortunterricht,Ein Gutsherr gab seinen Landbauern reinlichereWohnungen und einen Spiegel darin, um sich ihreGestalt vorhalten zu können. Diese Anleitung zurSelbstschahung, zur Reinlichkeit, ist auch guteVvlksecziehung."

„Wozu aber alle diese Verfeinerungen? Diegegenwärtige grob« Anwendung unwilliger Kräfteschafft schon dem Lande Ueberfluß, und zieht aus-wärtige Reichthümer dahin. — Glaubt davon nichts.Ein Land ist arm, wo die Wenigsten genießen,und die Mehresten arbeiten müssen. Es ist als»denn nicht der Ueberfluß, der aus dem Lande geht,sondern der entzogene Genuß. Was dafür ins Landgezogen wird, ist nicht wahrer Reichthum, undwenn dieser in baarer Münze dahin käme. Reich-thümer sind die, welche durch größere Cultur deSLandes entstehen und im Lande genossen werden.Auch war bei den Mitteln zur Bildung des Volksnicht die direkte Bereicherung der Herrschaft die Ab-sicht, wenn gleich die Vermehrung der Einkünfteeine Folge ihrer Auslagen bei dieser Bildung seynwürde."

„Ein in sich erniedrigtes Volk kann, wie ge-sagt, nur durch langsame geduldige Leitungen aufden Weg, sich seiner Existenz zu freuen, wiederge-bracht werden.- Und es ist billig, daß die, w e l-che Güter erben, die da r au f h aftendenSchulden bezahlen."

„So sollte also wohl ein jeder Gutsbesitzerder Erzieher seiner der Erde zugeschriebenen Arbeiterseyn? Allerdings, Und der Regent ist aus ange«stammter Schuldpflicht der Erzieher des Landes."