der Humanität.
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moralisches Wesen hat dies Gesetz und diese Freiheitin uns gelegt; unsere Bestimmung ist moralisch,selbstverdiente Glückseligkeit. Wermir in meinen letzten Augenblicken noch eine guteHandlung vorzuschlagen hat, dem will ich danken,sagte Kant zu stimm ihn besuchenden Freunde."
Unnennbar schön und nützlich wäre es gewesen,wenn diese reine Absicht KantS von allen seinenSchülern, (von den Bessern und Besten ists gesche-hen) erkannt und angewandt worden wäre. DasSalz, womit er unsern Verstand und unsre Ver-nunft abreibend geschärft und geläutert hat, dieMacht, mit der er das moralische Gesetz der Frei-heit, in uns aufruft, können nicht anders als guteFrüchte erzeugen. Und niemand wäre es eingefallen,seiner Absicht gerade zuwider, daS Dorngebüsch, wo-mit er die verirrte Speculation eben verzaunen woll-te und mußte, zu einem Gartengewächs auf jedennutzbaren Acker, in jede populäre Kunst und Wissen-schaft zu verpflanzen. Und niemand wäre es einge-fallen, die Arznei, die er zur Reinigung vorschrieb»als einziges und ewiges Nahrungsmittel nicht anzu-empfehlen , sondern durch gute und böse Künste auf-zudringen und anzubefehlen. Jedoch gieng es demgriechischen Sokratcs in seinen Schulen anders?
Ich habe das Glück genossen, einen Philosophenzu kennen, der mein Lehrer war. Er in seinen blü-hendsten Jahren hatte die fröhliche Munterkeit einesJünglinges, die, wie ich glaube, ihn auch in seingreisestes Alter begleitet. Seine offne, zum Denkengebauete Stirn war ein Sitz unzerstörbarer Heiter-
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