2^4 Briefe zu Beförderung
keil und Freude; die gedankenreichste Rede floß vonseinen Lippen; Scherz und Witz und Laune standenihm zu Gebot, und sein lehrender Vertrag war derunterhaltendste Umgang. Mit eben dem Geist, mitdem er Leibnitz, Wolf, Baumgarten, Eru-sius, Hume prüfte, und die Naturgesetze Kep-lers, Newtons, der Physiker verfolgte,nahm er auch die damals erscheinenden SchriftenRousseau's, seinen Emil und seine Heloise,so wie jede ihm bekannt gewordene Natur, Entde.ckung auf, würdigte sie, und kam immer zurück aufunbefangene Kenntniß der Natur und aufmoralischen Werth des Menschen. Men-schen - Völker - Natur - Geschichte, Nalurlehre, Ma-thematik und Erfahrung, waren die Quellen, ausdenen er seinen Vertrag und Umgang belebte; nichtsWissenswürdiges war ihm gleichgültig; keine Ka-bale, keine Secte, kein Vortheil, kein Namen-Ehrgeitz hatte je für ihn den mindesten Rcitzgegen die Erweiterung und Aufhellung der Wahr-heit. Er munterte auf, und zwang angenehm zumSelbstdenken; Despotismus war seinem Ge-müth fremde. Dieser Mann, den ich mit größe-ster Dankbarkeit und Hochachtung nenne, ist Im-mer nuel Kant; sein Bild steht angenehm vormir. Ich will ihm nicht die barbarische Inschriftsetzen, die einst ein sehr unwürdiger Philosoph em-pfing e
Aristoteles, I>oßiois grücungns kuerunt:Hut par sut melior; stnäiornm cognitus orbikrinceys; ingenio vrrius, sichtills st acer,Omni» v> superans ratioitts etc. —
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