Band 
Adrastea III.
Seite
244
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2§4 Briefe zu Beförderung

„Dieser schlichte Denkstein, sagt er, sey dem vor-maligen Ralhsstande am Wege gesetzt!" und ichmuß dabei die hohe Gerechtigkeit, Güte und Sanft-mmh bemerken, mit welcher der Verfasser den neuenRath sowohl, als jedes Kind seiner Vaterstadt zurPflicht und Würde derselben hinweiset. Unter demunscheinbaren Titel einer neuerrichteken Bibliothekund eines Reisebriefcs ist ein Bürgerkatechis-mus seiner blühenden Vaterstadt enthalten, der erdamit gleichsam sein Herz vermacht hat. Lesen Sie,was sein und mein Freund, der mir die Von-hommien zusandte, von ihm schrieb: „Das Buchin ihre Hände zu wünschen, habe ich keinen andernBeruf, als die Liebe gegen unsern Freund, den ichallgemein geliebt, geschätzt und geehrt gesehen habe;aber von wenigen nach seinem ganzen Werth, undals Schriftsteller von sehr wenigen verstanden glaube.Diesem seinem Buch also, dem eigensten Eigenthumseines Geistes und Herzens, dem reifsten Nachlaßder Gedanken und Empfindungen, in denen undmit denen er lebenslang lebte und wirkte, den erkrank, schwächlich, und oft niedergeschlagenen Ge-müths auf den Altar des Vaterlandes als ein An-denken der Liebe gutmüthig niederlegte, und gleichdarauf mit seinem Tode besiegelte, diesem möchte ichbei Ihnen auch eine gute Statte wünschen."

„So liebenswürdig unser Freund im Umgänge,so allgemein anerkannt seine Güte war, so sehr ichihn in seinem Eollegium geehrt und Männer, wie* *. an der Rede seines MundeS hangen gesehenhabe, so glücklich er Wissenschaft und Liebe zurKunst zu Bildung seines Geistes und zu Verschöne-rung seines Lebens anzuwenden wußte: so ist oder