246 Briefe zu Beförderung
Lutdenkende Bürger sich an die neue Stadtordnunganschließen könne. Dies nehmliche hat er noch inden letzten Tagen an seinen Arzt wiederholet, undbat, ihn seinen Freunden zusagen: daß der Gegen-stand seines Buchs seine Stadtmoral sey."
So sein Freund. Die Stadt, für welche die-ser edle Bürger und Senator schrieb, istNöga; sein Name ist: Johann ChristophBerens; und der gleichfalls treffliche Mann,an welchen auf seiner Reise in Deutschland der an-geführte Brief geschrieben war, Johann Chri,stoph Schwarz, Bürgermeister des alten Ra-thes derselben. Empfindlich wird meine Seele ge-rühret, wenn ich an die Zeiten, in denen ich inihrem Kreise lebte, an so manche vortreffliche Cha-raktere ihrer edlen Geschlechter, an meine Freunde indenselben, und unter ihnen an den Verfasser derBonhommien zurück gedenke. Wollte ich,was meine Erfahrung von ihm kennen lernte, inwenig Worten sagen, so Ware es jene Inschrift altenGehalts, die Kleist seinem Freunde setzte:
Witz, Einsicht, Wissenschaft, Geschmack, Bescheidenheit,Und Menschenlieb' und Redlichkeit,
Des Bürgers Tugenden, des feinsten Mannes Gaben,Besaß Er, den man hier begraben.
Er lebte seiner Stadt; er starb mit stillem Muth.
Ihr Winde, wehet sanft, wo seine Asche ruht.
Lebe wohl, geliebte, gutmüthige Seele k
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