Band 
Adrastea III.
Seite
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der Humanität.

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das Eigenthümliche ihrer Ausbildung zumRuhme anrechnet.

Dahin gehört auch, daß sie gern repräsen-tier. „Was heißt hier repräsentiren?" fragt un-ser Freund. Ich antworte: aus sich selbst etwa»machen, sich werth halten und ein natürliches Be-streben äußern, daß auch der andre unsern Werthanerkenne; mit Einem Wort, sich ihm vor-stellen, vorspiegeln. We.nn diese Selbst-schätzung auf etwas Wahres und Gutes geht, ist sienicht verwerflich; mancher andern Nation möchteman wünschen, daß sie sich selbst mehr anerkenntund ehre. Auch die Tendenz, in andrer Augen zuseyn, was man gern seyn mochte, ist aufmunternd,ein Sporn zu vielem auszeichnend-Guten und Edeln.Nenne mans Eitelkeit, Selbstliebe; diese Eitelkeit»die uns mit andern bindet, sie zum Spiegel unsrerVorzüge macht, ist, ohne Aufdringlichkeit und Ar-roganz, ein sehr verzeihlicher Fehler. Wer kann eSläugnen, daß die Französische Nation, so oft siekonnte, der Welt ein Schauspiel gab, daß sieimmer gern die zündende Lunte vortrug, und auf.regte? War sie es nicht, die unter Karl dem gro-ßen die alte Römermacht in gothischer Form zurück-bringen wollte und auf kurze Zeit wirklich zurück-brachte ? War sie es nicht, die mit ihrem Ritter-geist ganz Europa zum heiligen Grabe trieb? Fran-zösische Familien waren es, die zu Jerusalem und-eine Zeitlang in Constantinopel herrschten. EinFranzösischer König war es, der siebenzig Jahre langRom nach Avignon verlegte und durch diesen Zugim Schachspiele die Pabste zu seinen folgsamen Die-nern machte. Nach Frankreich wanderten Jcchrhun-