Band 
Adrastea III.
Seite
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der Humanität.

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Schaden genommen, als Deutschland. Jene Cul-tur, die man Blüthe des Rittergeistes nennt, ließsich durch Kreuzzügc nicht erringen, wenn der Saa-me dazu nicht in den Menschen selbst vorhandenwar; leider aber haben der Französische und Deut-sche Ritter sich immer wesentlich unterschieden. Wasin dem Einen Lande zur Verfeinerung der Sitten,zur Veredlung gereichte, ging in dem andern aufPlünderung und Unterdrückung, zuletzt aufs roheFaustrecht hinaus. Um Französische Ritter auf denThronen Palästina's aufrecht zu erhalten, zogenDeutsche Kaiser mit gewaltigen Heeren gerade in ei-nem Zeitalter aus, da ihre Anwe'cnheit in Deutsch-land am nöthigsten war; denn nachdem andre Län-der in ihrer inneren Verfassung und Consolidationstark vorgeschritten waren, sollte eben die Zeit derSchwäbischen Kaiser für Deutschland entscheiden.Sie entschied so, daß nach dem Tode des letztenkreuzziehenden Kaisers Friedrich fl. das DeutscheReich drei und zwanzig Jahre lang öffentlich ausge-bvten ward, und fast niemand eine so drückendeKrone annehmen wollte.

Wie oft zog auch in den folgenden Zeiten Frank-reichs trügender Glanz die Deutschen an sich, umsie angenehm zu vergolden! Wer will uns eineGeschichte der Fürsten, Prinzen, Grafen und Rit-ter geben, die Jahrhunderte hinab in FrankreichBildung, Fortkommen, Ehre suchten und getäuschtzurückkamen? *) Die Universität zu Paris, zu der

') Die den Deutschen ohnehin seit langer Zelt eigen»Nachahmungssiicht erhielt ungemein« Nahrung