Band 
Adrastea III.
Seite
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256 Briefe zu Beförderung

man eben so gewaltig hinströmte, hat in Vielemeben so die Welt getauschet.

Als endlich die Sonne des Französischen Hofesin ihrem Mittage strahlte, als die Sprache, dieSitten, die Verhandlungen desselben fast allenthal-ben in Europa den Ton angeben wollten; wer ist,insonderheit seit dem Wcstphalischen Frieden, da-durch mehr zu kurz gekommen, als Deutschland?Jeder kleine Hof sollte ein Versailles, jede eidlicheGesellschaft ein Cirkel Französischer Lucs er IVlareznis,

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durch das immer mehr zur Gewohnheit werdendeReisen. Man wird kaum die Lebensbeschreibungeines etwas bedeutenden Mannes vom Adel derdamaligen Zeiten finden, wo nicht seiner gethanenReisen Erwähnung gesckähe. Fremde Sprachen,Sitten und Moden waren dasjenige, woraus ihreLandsleute nach der Heimkunft schließen sollten,was sie für einen Mann vor sich hätten. Selbstdie vielen vom Adel sowohl als dem Volk, diewegen der Kriegsdienste so häufig nach Frankreichund den Niederlanden zogen, brachten meistensanstatt des fremden Geldes, das sie zu erhasckengeglaubt, nichts zurück als fremde Moden undGrimassen. Dadurch ward der Abstand von denvorigen Sitten in kurzer Zeit so groß, daß meh-rere deutsche Fürsten selbst in ihren Testamen-ten ihre Söhne vor fremder Pracht warnten.Schmidts Geschichte der Deutschen, L. g. -S. r»9- ^