Band 
Adrastea III.
Seite
257
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li> der iHumanität. , 7

krincesres st 6omtesres werden. In Erziehung^Sitten, spräche, Lebenszweck und Lebensführungtrenneten sich die Stände. Was diese über ein Jahr-hundert fortdauernde Französische Propaganda undP ropagata den Deutschen für Unheil gebohren,davon soll «in andrer Brief reden. Beschämtund verwirrt lege ich die Feder nieder; spreche da-rüber ein Franzose selbst:

Premontval gegen die Gallicoma,'nie und den falsch-franzö-sischen Geschmack*).

— „Die Gallicomanie ober der falsch-französische Geschmack, worauf hat er sich nicht heutzu Tage fast durch ganz Europa verbreitet? Sitten,Gebräuche, Moden, Kleider, Manieren, Fantasien,Capricen; in allem diesem, wie viel ungeschickte Af-fen , wie viel schlechte Copien, von leidlichen Origi-nalen giebtS nicht allenthalben! Man hat nicht oh-ne Grund gesagt, daß der Franzose meistens nur lä-cherlich sey, indeß der Fremde, der ihn in seinemLächerlichen nachahmt, aufs äußerste widrig und ab-geschmackt werde. Wollte ich diese Wahrheit verfol-gen und die zahllosen Porträte zeichnen, die sie sehr

*) Gelesen in der Akademie der Wissenschaften zuE Berlin, 1759.

Herders Werke;. Phil. u. Gesch. XI. R Hl.