Band 
Adrastea III.
Seite
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der Humanität. 25 g

fern Gebräuchen und mit unsrer Sprache bekanntgemacht haben. Auch findet die deutsche Nakiön Ge-schmack am Reisen uzrd reiset gewöhnlich zuerst nachFrankreich. Fünftens hat die Auswanderung derrekuZi^r unsere Bürger, unsre Manufakturen, unsreKünste, unsern Geschmack, unsre Gebräuche, unsreSprache nirgend so leicht verbreitet, Nirgend so vielund-so zahlreiche Eolonieen gestiftet, als in Deutsch-land.

„Darf ich noch hinzusetzen, daß die große An-zahl von Höfen und Louvoruin-!, die den deutschenStaatskörper theilet, auch eine der Ursachen gewesen,die zu Verbreitung des französischen Geschmacks inDeutschland mächtig gewirket? Nichts ist gewisser,als dieses."

„In Deutschland giebts große und kleine Höfe,diese in einer großen Anzahl, von jenen acht oderneun. Beide haben Hiebei auf verschiedene Art mil-gewirket. Die kleinen Louversins. Prinzen, Gra-fen, Barons, setzen eine Ehre darin», wie Perso-nen von niederm Range zu reisen, ja mehr als die-se gcreisct zu seyn. Fast alle gehen nach Frankreich,fast alle bringen ganze Jahre zu Paris oder amHofe zu, mit einem ansehnlichen Gefolge. Werdensie nicht ihren dort angenommenen Geschmack in ihreResidenzen, d. i. in hundert und hundert Orte inDeutschland mitnehmen? Diesen theilen sie sodannzuerst ihren kleinen Höfen und Unterthanen durchden Einfluß mit, den jeder Louversin, groß oderklein, über die Geister derer hat, die in einer De-pendenz sind. Von ^a aus verbreitet sich dieser Ge«

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