Band 
Adrastea III.
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der Humanität.

Bildung-und Erziehung ist: so können wirniche anders als in der Sprache unsres Volks undLandes gut erzogen werden ; eine- sogenannte Fran-zösische Erziehung, lwie man sie auch wirk-lich nannte) in Deursokland muß Deutsche Ge-müther nothwendig mißbilden und irre führen. Michdünkt, dieser Satz stehe so hell da, alö die Sonneam Mittage.

Von wem und für wen ward die FranzösischeSprache gebildet i Bon Franzosen, für Franzosen.Sie druckt Begriffe und Verhältnisse aus, die inihrer Welt, im Lauf ihres Lebens liegen; siebezeichnet solche auf eine Weise, wie sie ihnen dortjede Situation, der flüchtige Augenblick, und die ih-nen eigne Stimmung der Seele in diesem Augenblickangicbk. Außer diesem Kreise werden die Wortehalb oder gar nicht verstanden, übel angewandt, odersind, wo die Gegenstände fehlen, gar nicht anwend-bar, mithin nutzlos gelernet. Da nun in keinerSprache so sehr die Mode herrscht, als in derFranzösischen, da keine Sprache so ganz das Bildder Veränderlichkeit, eines wechselnden Farbenspielsin Sitten, Meynungen, Beziehungen ist, als sie; dakeine Sprache wie sie leichte Schatten bezeichnet undauf einem Farbenclavicr glänzender Lustcrscheinungenund Strahlenbrechungen spielet; was ist sie zur Er-ziehung Deutscher Menschen in ihrem Kreise?Nichts, oder ei» Irrlicht. Sie läßt die Seele leervon Begriffen, oder giebt ihr für die wahren und we-sentlichen Beziehungen unsres Vaterlandes falscheAusdrücke, .schiefe Bezeichnungen, fremde Bilder undAffectgtionen. Aus ihrem Kreise gerückt, muß sie