Band 
Adrastea III.
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Briefe zu^Be fö rdecung

solche, und wäre sie eine Engelssprache, geben. Alsoist «S gar nicht vermessen zu sagen, daß sie unsrerNation, in den Ständen, wo sie die Erziehung lei-tete, oder vielmehr die ganze Erziehung war, bettVerstand verschoben, das Herz verödet, überhauptaber die Seele an dem Wesentlichsten leer gelassenhat, was dem Gemüth Freude an seinem Geschlecht,an seiner Lage, an seinem Beruf giebt; und sinddies nicht die süßesten Freuden? haben Sie je denCours einer Deutsch-Französischen Erziehung kennengelernt? Für Deutsche eine schöne Einöde undWüste! -

Und doch bestehet der ganze Werth eines Men-schen, seine bürgerliche Nutzbarkeit, seine mensch-liche und bürgerliche Gl kickseligke it darin», daßer von Jugend auf den Kreis seiner Welt,seine Geschäfte und Beziehungen, die Mittelund Zwecke derselben, genau und .aufs reinstekennen lerne, daß er über sie im eigensten Sinngesunde Begriffe, herzliche fröhliche Neigungen ge-winnt, und sich in ihnen ungestört,, unverrückt, ohneein untergelegtes fremdes und falsches Ideal, ohneSchielen auf auswärtige Sitten und Beziehungenübe. Wem dies Glück nicht zu Theil ward, dessenDenkart wird verschränkt, sein Herz bleibt kalk fürdie Gegenstände, die ihn umgeben; oder vielmehrvon einer fremden Buhierin wird ihm in jugendli-chem Zauber auf lebenslang sein Herz gestohlen.

Hat Ihnen das Glück nie einen Deutsch-Fran-zösischen Liebesbriefwechsel zugeführt! ? Vielleicht dieschönste Blumen lese auswärtiger Empfindungen;'?>ufDeutschem Boden dürres Heu, mit verwelkten Blu-