Band 
Adrastea III.
Seite
269
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der Humanität. 269

wen. Jetzt muß man lachen, jetzt sich verwundern,am Ende aber möchte man über die nicht ausge-brannte, sondern so früh ausgespülte , flache Senti-mentalität weinen.

Kennen Sie Swifts l'sa-tabla lVlisuLlla-rires? Gehen Sie in die galanten Eirkel der Deutsch-Französischen Ccnversation; und suchen Gedanken,suchen wahre und angenehme Unterhaltung; Siewerden den alten Swift in Leerheit sowohl als un-muthigen Fortlcitungen des Gesprächs übertreffenfinden. „Deutsch spreche ich nicht in dieser Gesell-schaft : im Deutschen sagt man immer zu viel, undhier will ich nichts sagen. Wir zahlen einanderZahlpfennige zu; die Deutsche Sprache will wahreMünze. Sie ist so ehrlich, so herzlich wie eineBauerdirne. Wir sind hier in guter, d. i. leererGesellschaft." Ein solches Leben, ein solcher Ton derSeele, eine Gewohnheit dieser Art, von Kindheitauf sich zur Form gemacht; sind sie nicht traurig?

WaS haben wir denn in der Welt schätzbareresals die wahre Welt wirklicher Herzen und Geister?Daß wir unsre Gedanken und Gefühle in ihrer ei-gensten Gestalt anerkennen und sie andern auf dietreueste, unbefangenste Art äußern, daß andre dage-gen uns ihre Gedanken, ihre Empfindungen wieder-geben , kurz, daß jeder Bogel singe, wie die Naturihn singen hieß? Ist dies Licht erlöscht, diese Flam-me erstickt, dies ursprüngliche Band zwischen denGemüthern zerrissen oder verzauset; statt des allensagen wir auswendiggelernke, fremde, armselige Phra-seologiren her; 0 des Jammers! der ewigen Flach-heit und Falschheit! Eine Geist - und Herzaustrock-