der Humanität.
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Walter waren, ward jetzt wohl, wenn sie sich unterihres Gleichen durch eine fremde Sprache in einemandern Lande finden konnten, und an Geschäfte nurvon einer abgesonderten Classe MeUschcn, (der Na-tion, -die sie nährte,) in grobem Deutsch erinnertwerden dursten. Die Edeln und Ritter folgten ih-nen; der weibliche Theil unsrer, nicht mehrunsrer Nation (denn von den Müttern hangt dochfast aller gute oder schlechte Geschmack der Erziehungab) übertraf beide. So geschah, was geschehen ist;Adel und Französische Erziehung wurden Eins undDasselbe; man schämte sich der Deutschen Nation,wie man sich eines Fleckens in der Familie schämet.Deutsche Bücher, Deutsche Literatur in diesen obernStänden — wie niedrig, wie schimpflich! Dermächtigste, wohlhabendste, Einflußreichste Theil derNation war also für die thätige Bildung und Fort-bildung der Nation verlohren; ja er hindertediese, wie er sie etwa hindern konnte, schon durchsein Daseyn. Denn wenn man nur mit Gott undmit seinem Pferde Deutsch sprach; so stellten sichaus Pflicht und Gefälligkeit auch die, mit denenman also sprach, als Pferde.
Werden Sie nicht müde, meine Jeremiade gus»zuhören; ich schreibe sie nicht aus Haß und Groll,wozu ich persönlich nie die mindeste Ursache gehabtlmbe, sondern mit reinem Gemüth, aus dem Welt-bekannten Buch der Zeiten und — sie ist bald zuEnde.
Nachdem also der Theil der Nation, der sichdas Haupt und Herz derselben nennet, ihr entwen-det war, was sollten die armen Schriftsteller thun?Herders Werke z. Phil. u. Gesch. XI. S III.