Band 
Adrastea III.
Seite
278
JPEG-Download
 

L78 Briefe zu Beförderung

sti - u.

ME . ' 55.

Die Funken aus der Zische einesHebten haben mich wie ein stummes Trauerspiel',m Innersten gecühret. Das also war LeßingSPrivatleben! so leitete es sich fort! so hat es ge-endet!

Dank seinem Bruder und dessen Gehülfen,daß sie uns eine Sammlung Leßing'scher Schrif-ten gegeben, wie wir sie noch von keinem deutschenSchriftsteller gehabt haben. Wünschten wir nichtalle, daß Leibnitz einen solchen Herausgeber ge-habt hatte? Ueber die Art der Herausgabe hat ersich, meinem Bedünken nach, gnugsam gerechtfer-tigt *). Die Wahl der Männer, die ihm beistan-den, ganz und völlig endlich rechtfertigt ihn die oftund frei bekannte Denkart seiner Bruders. „Ein-mal, sagt dieser **), habe ich nun eine ganz aber-gläubische Achtung gegen jedes geschriebene und nurgeschrieben vorhandene Buch, von welchem ich er-kenne, daß der Verfasser die Welt damit belehrenoder vergnügen wollen. Es jammert mich, wennich sehe, daß der Tod oder andre dem thätigen Mannnicht mehr und nicht weniger willkommene Ursachenso viel gute Absichten vereiteln können; und ichfühle mich sofort in der Befaffung, in welcher sich

*) S. Borrede zum uten Th. Leßing'scher Schriften.

*') Anti> Götze, 6. Th. Leßings Schr.