Band 
Adrastea III.
Seite
280
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rLo Briefe zu Beförderung

neille, Racine, Möllere, VoltaHe,Rousseau, Fenelon, Boßuet, sondern auchder Motte ls Bayer, Motte HoudartA. f. in England Shakespeac's, Baco n's,Milton's, Swift's, Pope's, Hume's Werke,zum Theil mit einer Pracht erschienen, mit welcherder eitelste Schriftsteller selbst zuweilen unzufriedenseyn würde; und wo irgend ein Brief, ein Ein-fall, eine Anekdote von diesem oder jenem aufgegrif,fen ward, wird er bekannt gemacht und verherrlicht.Unsre deutsche Journale sagen nach, rühmen undpreisen. Nur gegen unsre eigensten Verdienste sindwir undankbar, verachten, was nach der sorgfältig-sten Bearbeitung in der bescheidensten Tracht voruns tritt, und entziehen selbst dem Todten» wasihm gebühret. —

Für Höfe schrieb Leßing nicht; auch nichtsüc den großen Maaßstab alles Geschmacks, den Ge-schmack der Franzosen. Gegen diesen schreibt manihm vielmehr, (obwohl meines Ecachtens mit Un-recht) einen ungerechten Widerwillen zu; sie mögenihn also nicht lesen *). Wir Deutsche wollen ihnlesen; theoretisch und praktisch war er der SpracheMeister. Wenn es auch keine deutsche Nation gäbe,die sich um Dies oder Jenes, worüber er geschrie-

Ueber das Mikrologische mancher seiner Unter-suchungen so wie überhaupt über die Bildung sei-nes Styls hat Leßing sich- frank und frei erkläret.S- sämmtliche Schriften B. rz. Vsrr. lX u. B. 6.