Band 
Adrastea III.
Seite
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. der Humanität. 287

richtigen Empfang und zu Beurtheilung dieser man-nigfaltigen Zeit- und Gcistesprodukte an beidenTheilen noch zu sehr im Nebel. Jetzt hat sich dieWolke zertheilt; Frankreich selbst hat die Folgenvom Mißbrauch mehrerer Grundsätze Ro risse au's,Voltaire's, Helvetius gekostet; die Zeit hatüber sie gerichtet und der Zuschauer Urtheil gereifet.— Selbst über Montesquieu sind wir noch inSchulden : denn mir ist kein deutsches Werk bekannt,das das Französische für uns brauchbar oder ent-behrlich gemacht hatte. Die ganze altere französischeLiteratur erwartet zur Anwendung für uns noch einruhiges Auge.

7. Bei allen Misleitungen einer so vielfach-zecthciltcn Nation, wie die Deutsche ist, bei Ver-ircungcn, die Jahrhunderte lang gedauert haben undsich noch jetzt fast in jedes Urtheil mischen, müssenwir am meisten auf die große Alliirte, die weiseLenkerin menschlicher Thorheiten, die Providenzrechnen. Ihr wollen wirs zuglaubcn, daß auch dieGallicomanie der Deutschen, die lächerlichste Thor-heit, deren sich ein ernsthaftes Volk bewußt seynkann, ihr Gutes haben werde; wäre es auch keinAnderes als Fehler zu entblößen, die man nochlange verschleiert hätte und gegen welche kein Salz derEomödie wirksam gewesen wäre. Die Mutter, Zeithat entschleiert; das Salz ist gekostet; the es diebeste Wirkung! Den ganzen Gallicismus unsererobern Stände gelinde abzuführen, und den kaltenbesonnenen Deutschen den Satz begreiflich zu machen,daß wir nirgend anders als in unserm Ulubrä,nach Deutscher Weise, mit der Nation, die die