^4^ Briefe zu Beförderung
tiges Wesen diese Veranlassungen höherer Cultur zueinem Gesammt - Zustande unsres ganzen Geschlechtsmachen könnte. Die Cultur der Menschheit ist eineandre Sache; Ort- und Zeiten äßig sprießtsie allenthalben hervor, hier reicher und üppiger,dort ärmer und karger. Der Genius der Menschen-Natürgeschichte lebt in und mit jstdem Volk, als obdies das..einzige auf Erden wäre.
6. Und er lebt in ihm menschlich. AlleAbsonderungen und Zergliederungen, durch die derCharakter unsres Geschlechts zerstört wird, gcbenhalbe oder Wahnbegriffe, Speculakionen. Auch derPescheräh ist ein Mensch; auch der Albinos.Lebensweise (kabitus) jsts, was eine Gat-tung bestimmt; in unsrer vielartigcn Menschheit istsie äußerst verschieden. Und doch ist zuletzt Alles anwenige Punkte geknüpfct; in der größesten Verschie-denheit zeigt sich die einfachste Ordnung. Der Ne-ger offenbahrt sich in seinem Fußtritt, wie derHindu in seiner Fingerspitze, so beide in Liebeund Haß, im kleinsten und größesten Geschäfte. Eindurchschauendes Wesen, das jede mögliche Abände-rung des Menschen-Typus nach Situationen unsrerErdballs genetisch erkennete, würde aus wenig ge-gebnen Merkmahlen die Summe der ganzenConformakion und des ganzen Habi-tus eines Volks, eines Stammes, einesIndividuums leicht finden.
Zu dieser Anerkennung der Menschheit im Men-schen fübren treue Reisebeschreibungen viel sichererals Systeme. Mich freuete es, daß Ihr Brief *)
) Br. bg.