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Historischer Schauplatz in welchem die merkwürdigsten Brücken aus allen Theilen der Welt, insonderheit aber die in den vollkommensten Stand versetzte Dresdner Elb-Brücke, in saubern Prospecten, Münzen und andern Kupferstichen, vorgestellet und beschrieben werden / durch brauchbare Anmwerkungen und besondere Urkunden erläutert, auch mit nöthigen Registern versehen von Carl Christian Schramm
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Von denen Brücken überhaupt. zz

Gebäuden; An dem Ufer des durchstreifenden Elb-Strohms sitzet ein alter Mann,welcher einen Krug ausgiesset, als wodurch derStrohm abgebildet wird; IndemElb - Fluß aber selbst präsentiren sich verschiedene Ikones, ^3668 und andereSee-Götter, unter welchen sich sonderlich äistmZuiret, die insgesamt auf

die vor ihnen stehende vortrefflich erbaute Elb-Brücke sehen, und sich darüber un-gemein verwundern, welches die darunter stehende deutsche Zeilen, als worinnendas Jahr der Vollendung des Brückenbaues zugleich mit enthalten, folgendermaßen andeuten:

NeptVn erkennet AVgVsts BrVLke,

FVr Dessen gröstes Mist erst VLke.

Inwendig sind folgende Zeilen zu lesen:

Von Fürsten ward ich aufgeführt,

Vom König August ausgeziert.

Um den Rand:

Diß achtzehnfache Kunst-Gewölbe,

Verbindt zwey Städte mit der Elbe.

Ganz unten des invemori8 Nahmen:

Carl Christian Schramm.»

§. XD. .

Ob nun wohl diese umständlich beschriebene Königliche Elb-Brücke nicht al- Verschiede-lein vor die Crone aller Dreßdnischen Brücken, sondern auch, wo nicht der ganzen ne andereWelt, doch wenigstens dessen Haupt-Theils Europa, billig zu halten: So fehlet es "gleichwohl in- und um Dreßden keineswegs an mehrern nützlich angelegten höl- Dreßden.zernen Zug- ° und steinernen Elb-Brücken. Vor dem Pirnischen Thore daselbsthat Churfürst Moritz zu Sachsen, nachdem er 1592 dasselbe erbauen und überden Stadtgraben eine geraume hölzerne Brücke legen lassen, welche aber, wegenöfterer Baufälligkeit auf gnädigste Verordnung 1626 durch getroffene An-stalt E. E. Stadt-Magistrats allhier, gänzlich hinweg genommen, und auf dasneue, wiewohl nur mit Holzwerk beleget worden. Die Brücke vor dem Wils-dorfer Thore ^ ist zwar nur hölzern, doch ziemlich breit, und auf beyden Seitenmit starken hölzernen Lehnen versehen. So werden ebenfalls bey dem Königlichengrossen Garten, auf der Seite, wo'man nach Pirna gehet, zwey neue Brücken ge-wölbet, damit bey anlauffenden Wasser die Reisenden nicht gehindert werden möch-ten. Die hölzerne Brücke vor dem Wilsdorfer Thore über den Vestungs-Graben,nach dem Königlichen Zwinger-Garten; die grosse steinerne und 66 Schritt in dieLänge, in der Breite aber 6 bis7 Schritt haltende Weiseritz-Brücke zu Kriedrichs-siadt, oder Neustadt Ostrg bey Dreßden, ingleichen die steinerne Brücke in dem so ge-nannten Plauischen Grunde über die Weiseritz, nebst noch andern mehr, verdienenwenigstens hierbey mit benennet zu werden.

§. XXXIX. 2 . Viä. Gedächtniß'Xle6aiIIon8 aufdie Herzog Moritzen und Herzog Augusten zu Sach-Königliche erweiterte kostbare Elb-Brücke zwischen sen, mit starken Schutzwehren und einem maßivenNeustadt und Dreßden, in Axxench kiZ. blum. Thurme befestiget, auch vom Churfürst Lunr-ein. ^ s? 1 ^ noII noch mehr fortificiret worden, und die-

K-XI^. g. Aug - Brücken sind ein Theil von einer se viüicliL mit grossen Buchstaben eingehauenBrücke, so man mit Ketten aufziehen kan, ein Thor zeiget:

damit zu verschließen, und werden in allen Vestun- Lttkisrl^i-rvs lVlaAniperZgxonisorgLLcvnovsgen vor denen Thoren gefunden. rianc kaLiern jutlit bsbere novain.

b. Welches Anfangs Herzog George zu Sach» 8tec renovat» 6iu linr nolirr

sen erbauet, nachher» aber von beyden Churfürsten, 8eclo, s>recor, llablt brec renovaca äiu.

E Anderes