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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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Wir haben diese Vorgänge hier nicht nur um deß-willen einläßlich berührt, weil durch sie der Geist derArmee wesentlich insluenzirt wurde, sondern namentlichauch deßhalb, weil vorn Standpunkt des Schweizermili-tärdienstes in Frankreich der 10. April und der 10. Au-gust einen tiefen Blick thun lassen in das Werden einerneuen Zeit, die von sich stieß, was bisher als ehrenvollgegolten hatte, und sich nicht scheute, das Verbrechen zubelohnen. Eidbrüchige Soldaten wurden am 10. Aprilvon derselben Nationalversammlung gefeiert, welche am10. August deren pflichttreue Brüder unter ihren Augenermorden ließ.

Durch diese Belohnung des Aufruhrs wurde dieDisziplin der Armee untergraben, und da in der strengenDisziplin die Kraft der Armee als Werkzeug der Ord-nung und des Gesetzes wurzelt, so erhielten mittelbardiese letzter» den härtesten Stoß.

Durch ein anderes Dekret wurde dem König derSchutz entzogen, den ihm eine ergebene Armee gewährte.

Am 20. April nämlich hatte Frankreich Kaiser undReich den Krieg erklärt, weil alle Parteien hofften, derKrieg werde ihren speziellen Wünschen günstig sein.

Die französische Armee war nun zunächst berufen dieGrenze zu decken, und durch ein eigenes Dekret vom

war eine kolossale Statue der Freiheit angebracht, vor welcherWeihrauch brannte; mit der rechten Hand wies sie auf die rotheMütze, und in der andern hielt sie eine Keule.