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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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Vor der Reitschule*), wo die Nationalversammlungseit ihrer Uebersiedlnng von Versailles ihre Sitzungenhielt, wuchs der Volkshaufe so sehr an, daß die Vor-dersten, und unter diesen Santerre, Samt Huruges undAlexandre, Gefahr liefen, erdrückt zu werden, und jeden-falls die Masse nicht mehr leiten konnten.

Ein Theil des Volks verlief sich indessen in den inder Nähe des Hofes der Feuillants befindlichen großenGarten, der zu einem alten Kapuzinerkloster gehörte. Hierwurde der Freiheitsbaum aufgepflanzt. Nach und nachaber füllte sich auch der Garten, wie der zwischen derReitschule und der Terrasse der FeuillantS befindliche Ho-,mit Bewaffneten und Unbewaffneten, Frauen und Kindern.Das Gedränge und die damit verbundene Gefahr wuchsmit jedem Augenblick.

Aus diesem Hof führte eine den Mitgliedern derNationalversammlung allein vorbehaltene Thüre auf dieTerrasse der Feuillants. Diese Thüre war im Hinblickauf die kommenden Ereignisse verschlossen worden, undan derselben hielt eine Abtheilung Nationalgarde Wache.Als die Menge aber immer lauter die Oeffnung der Thüreforderte, verfügten sich drei Munizipalbeamte in die Tui-lerien, um vom Kommandanten die Oeffnung, und da-durch mittelbar diejenige des Tuileriengartens zu erlangen.

Die Reitschule war ein 150' langes Gebäude, das betder Ausmündung des Place Vendome parallel mit der Terrasseder Feuillants gebaut war.

Diese Terrasse besteht heute noch wie damals, allein statt desEisengitters, welche sie dermal von der Rue Rivoli abscheidet,hinderte damals eine hohe Mauer jede Verbindung zwischen derTerrasse und einem langen Hof, der sich zwischen der Reitschuleund den Tuilerien ausdehnte.