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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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„Ihnen verbleibe." Dann nannte Santerre der vorüber-ziehenden Menge die Mitglieder der königlichen Familie,indem er stets wiederholte: „Sehet die Königin, sehetden Dauphin" rc. rc.

Dem Verlangen eines Sansculotten, daß dem Kindeine rothe Mütze aufgesetzt werde, willfahrte die Königin.Da das Kind aber unter dieser Kopfbedeckung, die ihmviel zu groß und schwer war, beinahe erstickte, befahlSanterre die Mütze wieder zu beseitigen, da sie demKinde zu warm mache. Uebrigens imponirte die würde-volle Haltung der Königin der Menge, und Viele blicktennicht ohne Theilnahme auf das Kind, das a>f dem Tischdes Ministerraths unbefangen spielte. Allein Plötzlichüberschüttete eine junge Weibsperson die Königin miteiner Fluth von Schmähungen; auf die Frage der Kö-nigin, ob sie sich über eine persönliche Beleidigung vonihr zu. beklagen habe, gab das Manchen eine verneinendeAntwort, fügte aber bei, die Königin „verderbe Frank-reich."

„Man hat Euch falsch berichtet," erwiederte die Kö-nigin, „ich habe den König geheirathet, ich bin die„Mutter des Dauphin, ich bin Französin und werde„meine Heimath nie mehr sehen, nur in Frankreich kann„ich noch glücklich oder unglücklich sein; glücklich war„ich, so lange ihr mich liebtet." Das Mädchen fingdarauf zu weinen an, und bat die Königin, ihr zu ver-zeihen, sie habe sie nicht gekannt und sehe jetzt erst, wiegut sie sei.

In der Zwischenzeit hatte, wie schon erwähnt, derKönig sich endlich zurückziehen können. Kaum war dießgeschehen, als einige treugesinnte Munizipalbeamte (Cham-pion und I. I. Leroux) in das Zimmer der Königin