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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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traten, in der Absicht, ihr diese frohe Botschaft zu brin-gen, und um den Abfluß der Masse so viel möglich zubeschleunigen.

Um halb S Uhr Abends waren endlich sämmtlicheGemächer geräumt und die Königin konnte zu Ludwig XVI.gelangen. Sie warf sich dem König in die Arme undBeide weinten bitterlich. Alle Deputirten, welche dießmit ansahen, waren tief gerührt; selbst Merlin (deThion-ville) konnte seine Thränen nicht zurückhalten; Plötzlichj aber rief er, seine Augen trocknend: „Ja Madame, ichs „weine, aber nur über das Unglück einer gefühlvollen! „schönen Frau und»Mutter weine ich, nicht über diel „Königin; denn Könige und Königinnen hasse ich. Dieß! „ist mein Glanbensbekenntniß*)."

Während dieß in den obern Gemächern des Schlossesvorging, hatte sich Petion unten an der großen Treppeaufgestellt und sich alle Mühe gegeben, um den Abzugdes Volkes aus den Tuilerien zu beschleunigen. Nachdemdieß endlich erreicht und das Schloß durch hinlänglicheWachtposten sicher gestellt war, ging der Maire in dieNationalversammlung, um derselben in Begleit vonzwei Munizipalbeamten Bericht zu erstatten über die vonihm getroffenen Vorkehren.

Sein Erscheinen rief Beifallklatschen von der einen,und Zeichen des Tadels und der Mißbilligung von derandern Seite hervor.

Verlegen richtete Petion folgende Worte an die Na-tionalversammlung :

*) Memoires dec Frau v. Campan.