— - 180
Während Petions Abwesenheit präsidirte der Pro-fessor der Physik, Cousin, der damals große Popula-rität genoß, den Mnnizipalrath. Die Tribünen warenvoll und in der Art besetzt, daß diejenigen Mitgliederinsultirt wurden, welche den Anträgen zu widersprechenwagten, die im Einverständnis; mit den Aufrührern ge-stellt wurden.
Als der Präsident auf wiederholte Aufforderung dieTribünen nicht zur Ordnung wies, richtete der Muni-zipalrath I. I. Leroux folgende Ansprache an dieSchreier :
„Wenn ihr die Absicht habt, eure Drohungen aus-zuführen, so steiget herunter und bringet eure Beamten„um, ihr habt die Macht dazu. Wenn ihr aber eines solchen„Verbrechens unfähig seid, so bezeuget dem Rath die„Achtung, die ihm gebührt."
Aus einige Augenblicke wurde es nun ruhig, alleindie Tribünen füllten sich immer mehr mit unheilverkün-denden Gestalten, und da der Präsident wahrnahm, daßI. I. Leroux persönlich bedroht wurde, so sandte er ihnin der Absicht, ihn der Gefahr zu entziehen, mit seinenKollegen Lesguillez, Andrö und Desmousseaux in dieNationalversammlung, um ihr Bericht über die Situa-tion zu erstatten, und in's Schloß, um sich nach demMaire Petion zu erkundigen*).
*) Siehe Mortimer-Ternaux, Band II. Seite 246.
Dieß Protokoll des conssii ^silerai <te is, ooiunrnns istnie redigirt, oder dann durch Roher-Collard, der die Minutenmit sich nahm, zerstört worden. Im Protokoll ist die letzte ein-geschriebene Sitzung die vom 28. Juli. dann besteht eine Lückebis zum 10. August Morgens 7 Uhr, und nun ist das gefälschteProtokoll der insurrektionellen Gemeinde eingerückt.