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Kenntniß erhalten werde, trachten, denselben durch neueBefehle wieder herzustellen, so war es wichtig, sich desOderkommandanten zu bemächtigen. Den schwachen Pro-fessor Cousin drückte überdieß die auf ihm ruhende Ver-antwortlichkeit schwer, und so wurde wiederholt nachPetion geschickt*), von welchem man absichtlich ver-breitet hatte, daß er im Schloß in Gefahr sei.
Es waren dieß die nothwendigen Einleitungen, umPetion verabredeter Maßen in die Mairie einzuschließen.
Bevor wir zur Darstellung des Geschickes übergehen,das Mandat erwartete, wollen wir hier das Gelingender Intrigue Petions einschieben.
Petion war um Mitternacht, als die Sturmglockeangezogen wurde, mit Rüderer im Tuilerieugarten undschien zuversichtlich zu erwarten, daß die Ruhe erhaltenwerden könne, zumal Munizipalbeamte den Volkshaufenentgegen gegangen seien, um sie abzumahnen.
Vom Justizminister Dejoly Namens des Königsdarum angegangen, die Thüre gegen die Terrasse derFeuillants schließen zu lassen, willigte Petion ein undging selbst in dieser Richtung, um die nöthigen Befehlezu ertheilen. Aus der Mitte der dort aufgestellten Na-tionalgarden aber wurde Petion mit Vorwürfen überseine freundlichen Beziehungen zu den Aufständischen,namentlich zu Santerre, überschüttet und ihm dabei auf'sBestimmteste erklärt: „er sei für die Erhaltung der Ruhe„verantwortlich." Bald darauf wurde Petion, der ver-legen geantwortet und sich dann bis unten an die großeTreppe des Schlosses zurückbegeben hatte, ohne indessen
Siehe die bezügliche Korrespondenz bei Mortimer-Ternaux,Band ll. Seite 256 und 257.