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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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des Ministers des Innern an die Nationalversammlung,deren wir bereits Erwähnung gethan haben.

Um 5 Uhr Morgens hatte die Königin ihre Kinderwecken lassen; die Liebkosungen derselben verscheuchten aufeinige Augenblicke den Ausdruck tiefer Bekümmerniß, derauf ihren Zügen lag *).

Indessen nahm der Tumult immer mehr zu, dieBrücken waren von der Insurrektion überschritten worden;die Kolonnen der Vorstädte hatten sich vereinigt, und ihreSpitzen erreichten bereits den Carrouselplatz. Alles liefnach den Fenstern, auch der König und die Königinüberschauten die ihnen drohende Gefahr.

Während sich die Insurrektion zum Angriff rüstete,hoffte ein Theil der Nationalgarde im Schloß dem Blut-vergießen dadurch auszuweichen, daß durch die National-versammlung die Fortweisung der Föderirten angeordnetwerde, und beschloß daher eine bezügliche Bittschrift zuentwerfen, die, in einer Wachtstube im Schloß aufgelegt,sich sofort mit vielen Unterschriften deckte**). Mittelst diesesPapiers hoffte man den Aufstand zu entwaffnen !!

Bevor noch die beiden Minister aus der National-versammlung zurückgekehrt waren, wurde in den Königgedrungen, sich den Truppen in den Höfen der Tuilerienzu zeigen und so ihren Muth zu steigern.

Der König trat dann wirklich auf den Balkon gegen-über dem Carrouselplatz, wo er mit lauten Lebehoch-Rufenempfangen wurde. Dadurch ermuthigt, äußerte er den

Siehe Mortimer-Ternaux, Band II, Seite 283 und 284,und Bigot de Sainte Croix, Seite 38.

Siehe Bigot de Sainte Croix, Seite 38 und 39. Esliegt in der Natur der Menschen, nur im letzten Augenblick zurGewalt Zuflucht zu nehmen, und überall eher Hülfe zu suchen,als in einer rettenden That!