Buch 
Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
Entstehung
Seite
205
JPEG-Download
 

205

Die Aufständischen näherten sich indessen bald wiederden Wachtposten unten an der Treppe und suchten ein-zelne Soldaten so oder anders an sich zu ziehen*).

Daß die Soldaten, solchen Neckereien ausgesetzt,früher oder später von ihren Waffen Gebrauch machenwürden, war leicht vorzusehen; und vollkommen gleich-gültig erscheint es uns, ob der erste Schuß auf dieseroder jener Seite gefallen sei.

Die Schweizer hatten den Befehl, sich nicht überwäl-tigen zu lassen und waren in ihrer Langmuth vielleichtnur schon zu weit gegangen. Durch Augenzeugen wirdder Anfang des Kampfes folgendermaßen erzählt:

Im Vestibüle unten an der großen Treppe stand derfür seine Körperstärke bekannte Grenadierlieutenant vonKastelberg aus Disentis, Kantons Graubünden; dieserhieb mit seinem Säbel einen der Angreifer, der eineSchildwache mittelst einer Picke gestoßen hatte, zusammen,worauf der Kampf begann; es folgten einige Flinten -oder Pistolenschüsse, und unmittelbar darauf wurden dieKanonen auf den Wachtposten im Vestibüle abgefeuert**).

Peltier erzählt, daß Einzelne, mit Schiffshaken versehen,die Schweizer bei ihrem Lederzeug zu fassen und so an sich zuziehen trachteten, und daß ihnen dieß mehrmals gelungen sei.Es ist dieß um so glaubwürdiger, als auch der MunizipalbeamteI. I. Leroux Gefahr lief, mittelst eines solchen Hakens zu denInsurgenten hinüber gezogen zu werden. Er schreibt nämlich inseinem kroees-verbnl: „bso loriAuos pigues s'uvuiixsient L»trovers Iss durreuux et dientüt ellos eusssnt stiemt I'öebsrpseslui gni Is portsit."

Glutz-Ruchti drückt sich in seiner Relation a. a. O. dieß-falls folgendermaßen aus: „vu llo In bsucle clescsuält sllors»I's8L8.lier nuiAissunt cls eolsre et seesblsnt Is trouxs des„plu8 grossiereo insureo. On voxsit s 8s eoirtsnsires czu'ilDir w. August I7S2. 14