237
Weitere Verhandlungen der Nationalver-sam mlun g.
Bevor wir unsere Ansicht über den Gesammtverlustaussprechen, den das Schweizergardcregiment am 10. Augusterlitten hat, und über seine Haltung vom militärischen,politischen und ethischen Standpunkt aus unser Urtheilfällen, glauben wir einerseits noch diejenigen Vorgängeberühren zu sollen, welche im Schooß der Nationalver-sammlung im Laufe des 10. August nach der Entwaff-nung der Schweizer stattgefunden haben, und anderseitsauch das Schicksal der Bewohner des Schlosses erwähnenzn sollen, die nach dem Abzug der Schweizer noch inden Tuilerien zurückgeblieben waren.
Der König hatte sich und seine Familie gleichsamauf Gnade und Ungnade der schwachen Nationalversamm-lung übergeben.
Schwache fühlen und handeln aber nie groß undedel. Dieß sollte der König nur zu bald erfahren. Auchdie Nationalversammlung ward inne, daß sie nur nocheinen Schatten von Gewalt besitze, und auch diesen nurso lange, als sie sich dazu hergebe, die revolutionärenMaßregeln der „insurrektionellen Gemeinde" zu sanktio-niren.
Im Lauf des Morgens des 10. August erschien näm-lich Huguenin, der improvisirte Präsident dieser Letz-ter», an den Schranken der Nationalversammlung undhielt folgende Anrede an dieselbe:
„Die neuen Beamten des Volks erscheinen an Euern„schranken. Die Umstände haben unsere Ernennung„verlangt, unsere Vaterlandsliebe machte uns derselben„würdig."
Der w. August I7gr.
MüW.!'.':-
16