auf welchen die Andern Urtheile sprachen, rauchten, aßen,tranken und todtsten Andere.
Mit nackten Armen und blutigen Händen schlugendie Richter die auf dem Tisch liegenden Gefangenschafts-register nach.
Der Tisch in der Abbaye, an dessen oberm EndeMaillard saß, lag voller Pfeifen, Flaschen, Gläser, Brodund Papiere.
Wir haben nun zunächst der Metzeleien in den Ge-fängnissen der Conciergerie und des Chatelet Erwäh-nung zu thun.
Außer den Schweizeroffizieren, welche vor wenigenTagen aus der Abbaye in die Conciergerie gebracht wor-den waren, und einigen andern politischen Verdächtigenenthielten diese Gefängnisse nur gemeine Verbrecher.
In diesen beiden Gefängnissen begannen die Metze-leien erst spät in der Nacht, dauerten aber während desganzen Tages des 3. Sept. fort.
Ob auch hier wenigstens ein Scheingsricht aufgestelltworden ist, erscheint zweifelhaft, indem kein Schriftstellerjener Zeit eines solchen erwähnt, und doch sind in derConciergerie Schweizer ermordet worden, über deren letzteAugenblicke niemals etwas zur allgemeinen Kenntnißgekommen ist. Es ist daher um so mehr Pflicht auchder schweizerischen Geschichtschreiber, durch wahrhafte Auf-zeichnung solcher Gränelscenen die unglücklichen Opferwenigstens einigermaßen zu rächen, die, indem sie ihreSeelen Gott empfahlen, wahrscheinlich auch auf mensch-liche Gerechtigkeit insoweit gehofft hatten, daß die an