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Gemeinderath in Verbindung, der sich jedock darauf be-schränkte, vier Mitglieder abzuordnen, um Aufschluß überden Sachverhalt zu ertheilen und sich über die zu er-greifenden Maßregeln zu verständigen.
Dem Bericht dieser Abgeordneten gemäß, welche umhalb 3 Uhr Morgens in der Nationalversammlung anlang-ten, sollten die Gefängnisse bereits geleert und beiläufig400 Gefangene ermordet worden sein. Tallien, einer derAbgeordneten der Gemeinde, fügte bei: man habe nichtüber die gehörige Militärmacht verfügen können, weildie Bewachung der Barrieren viele Leute erfordere!!
Auch am Morgen des 3. Sept. schritten die Behör-den noch nicht ernstlich ein. Der Gemeinderath ließ nurden „Tempel" und das PalaiS Bourbon beschützen, diebeide nicht ernstlich bedroht waren, traf aber zum Schutzder andern Gefängnisse keine Anstalten.
Die Nationalversammlung, welche ihre Sitzung am3. September Morgens um 10 Uhr wieder eröffnethatte, blieb, nachdem sie von dem Bericht, den die Abge-ordneten des Gemeinderathes in der Nacht gebracht hatten,sowie von einem diesen Bericht bestätigenden SchreibenPetion's Kenntniß erhalten hatten, während 4 Stundennoch völlig unthätig.
Je unbeanstandeter die Mordscenen ihren Fortgangnahmen, um so entschiedener ergriff der GemeinderathPartei für die Mörder, statt deren Opfer zu beschützen.
In der Sitzung vom 3. Sept. Abends wurde näm-lich den Polizeikommissären Panis und Sergent, welcheals Mitglieder des Comite de Surveillance.die Schläch-tereien organisirt hatten, ein Kredit von 12,000 Fr.eröffnet, die aus den den gesanglich Eingezogenen oder