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Der 10. August 1792 mit besonderer Rücksicht auf die Haltung des Schweizer-Garderegiments / von Dr. August von Gonzenbach
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Zu den rühm würdigsten: weil Treue, dieerste Tugend des Soldaten im Frieden wie im Krieg,niemals glorreicher und unter schwierigeren Verhältnissenbewährt worden ist.

Im offenen Kampfe Stand zu halten, mit Andernwetteifernd auf dem Weg der Ehre und Pflicht, ist vielleichter als sein Ohr der Verführung zu verschließen undsich durch das Beispiel des Verraths nicht erschüttern zulassen, selbst dann nicht, wenn das Leben als Preisdafür geboten wird, während der sichere Tod neben derPflichterfüllung steht!

Zu den blutigsten Tagen gehört der 10. August,mit einem Verlust von 400 Mann und 14 todten und2 schwer verwundeten Offizieren, und somit von mehrals 40 Prozent seines Bestandes, wie ihn das Schweizer-garderegiment an jenem Tag erlitten hat, weil im Laufevon 300 Jahren die Schweizer im auswärtigen Dienstnur 3 Mal ähnliche Einbußen an Offizieren und Soldatengemacht haben, nämlich bei Fleurus (1. Juli 1690),bei Malplaquet (11. August 1709) und bei Fontenoy(11. Mai 1745)*).

Im Interesse der Wahrheit müssen wir indessen bei-fügen , daß dieser starke Verlust theilweise den Fehlern

*) Bei Fleurus waren von zwei Bataillonen der Schweizer-garde 22 Offiziere verwundet worden.

Bei Malplaquet hatte das Regiment Stürler nur noch 3 Offi-ziere und 50 Mann, die nicht todt oder verwundet waren, unddas Regiment Mestral wurde von einem 13jährigen Fähnrich,Crousaz, in's Lager zurückgeführt.

Bei Fontenoy zählte das Regiment Courten 23 todte undverwundete Offiziere und unter diesen alle 4 Kommandanten.