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Im Notsall muß auf die Magazine zurückgegriffen werden. Überalles, was vom Lande genommen wird, auch über die Quartier-verpflegung, ist ordnungsmäßig zu quittieren."
Das Corps marschierte in drei Kolonnen, welche taktisch selbst-ständig gemacht waren, das Regiment 16 mit einer schwerenBatterie und zwei Eskadrons Dragoner.
Die 19. Division besetzte Chaumont, ohne Widerstand zu finden.
Die Straßen und Eisenbahnbrücken waren an mehreren Stellenzerstört und durchschnitten. General v. Voigts-Reetz konnte aberdem Oberkommando berichten: „Es wird voraussichtlich nicht not-wendig sein, Vorposten bivouakieren zu lassen, es wird hinreichen,Dorswachen auszustellen und in den vordersten Dörfern nachts dieMannschaften in Alarmhäusern bereit zu halten."
Bei Chaumont ließ der kommandierende General, der auchbei solchen Gelegenheiten die Truppen nicht genierte und für vieleein freundliches Wort hatte, bei sich vorbeimarschieren. Mit mirunterhielt er sich über hannoversche Verhältnisse und seinen dor-tigen Stellvertreter, General Vogel v. Falkenstein, welchem erin dieser Beziehung nicht sehr gewogen erschien.
Am 11. November wurde befohlen: „General v. Kraatz ver-bleibt mit der 40. Jnfanteriebrigade, der bei ihr befindlichen Ka-vallerie, der zweiten Pioniercompagnie, dem Lazarett und allenBranchen bei Chaumont.
„Der weitere Vormarsch des CorpS erfolgt meist auf einerStraße, daher in Staffeln. Die Verpflegung wird von der erstenStaffel für die Hinteren besorgt und zwar vom Lande, daher wirdLieutenant v. Podbielsky und ein Beamter der ersten Staffel zu-geteilt. Das Marschverzeichnis ist geheim zu halten. In Chatillon,Tonnere, Joigny werden Marodekommandos zurückgelassen."
Die 38. Jnfanteriebrigade hatte die Tkte, es folgte die 37.,dann die Trainstaffel, zuletzt die 39. Jnfanteriebrigade.
Die Anfordrungen an Unterkunft und bequemes Marschierenmußte der Sicherheit nachgestellt werden.
Am 13. kam das Bataillon nach Chatillon, ich nach Belanaufs Schloß zu einem Baron d'Herlincourt, einem vornehmen Fran-zosen von Geist und guter Erziehung, dessen Herz für sein Vater-land schlug und der mir, infolge seiner vornehmen Beziehungen,