136
Division Kummer greifen das vom Feinde sehr stark besetzte und besestigte, so-wie mit Artillerie versehene Ladonchamps an.
„Ein ergreifender Anblick, so ein Nachtgesecht, wenn tausend Blitze hin undher ausleuchten.
„Unser Major entsendet sofort die 7. und 8. Compagnie zur Verstärkungaus Ladonchamps. Während des Vorgehens derselben 2. Sturm. Endlichstehen die beiden Compagnieen lautlos 100 Schritte hinter der südlichen Lisierevon Ladonchamps, sehnlichst einen dritten Sturm erwartend, um denselben miteinem Angriff im Rücken der Franzosen zu unterstützen. Derselbe erfolgte in-dessen nicht, und so wurde bei Tagcsgrauen das Bataillon sowie auch dasganze Regiment durch Oberst Cranach in geeigneten Stellungen unter denKanonen der feindlichen Forts etabliert, wo dasselbe den Rest der Nacht undden größten Teil des folgenden Tages ,auf der Wacht' blieb. ,Das ist dasbrave Regiment von Cranach', soll unser Höchstkommandierender, Generalv. Voigts-Rhetz ausgerufen haben."
Die Richtigstellung der Irrtümer dieser Darstellung ist aus dem Textedieses Buches zu ersehen. Im übrigen ist es lehrreich, auch zwischen den Zeilenzu lesen.
10) S. 40. Ich entnehme der Geschichte des 1. Großherzoglich HessischenDragonerregiments eine zutreffende Terrainbeschrcibung:
„Das Terrain südlich Beaune la Rolande ist hügelig, die größte Höhen-erhebung ist der Höhenrücken St. Loup-MontbarroiS. Das Terrain ist sehrbedeckt; Dörfer, Gehöfte, Obst- und Weinpflanzungeu, Buschwerk und Heckenmachten es unübersichtlich und erschwerten die Waffenwirkung und die Beweglichkeit.
„Der Boden war sehr tief und weich, ein zweitägiges Regenwetter hattedenselben sehr gelockert. Die Ouerwege waren schlecht und nur die Chausseeiu gutem Zustande."
Das Terrain südöstlich Beaune war nicht so bedeckt; Galveau und Quesche-velle lagen hier auf den durchweichten Feldern wie Oasen.
11) Nach einer mir vorliegenden Aufzeichnung des Hauptmann Woltmauulag (vom 25. ab) die 9. und 11. Compagnie in Ormette, soll wohl heißen l'Or-minette. Hornig bemerkt dazu: „Die Vorpostenstellung der 16er am 23. und24. entsprach den Verhältnissen und dem Gelände.
„Welche Gründe dafür bestimmend waren, daß IV16 am 2b. mit wahr-scheinlich drei Contpagnieen in den Abschnitt von 1/16 bei Orme, Maizicresund Batilly und mit einer Compagnie in den von H/16 nach l'Orminetteverlegt wurde, läßt sich nicht deutlich erkennen. Mutmaßlich hatten die Er-gebnisse des 24. November Besorgnisse hinsichtlich der Verbindung mit derII. Armee (soll wohl heißen III. Corps) hervorgerufen, was verständlich seinwürde und deshalb zu der erheblichen Verstärkung mit drei Compagnien in derstrategisch als bedroht angenonimeuen Richtung geführt. Da die 7. Com-pagnie 16er nicht anwesend war, so standen mit der Front gegen Süden 4,gegen Südwesten und Westen 7." Den wirklichen Hergang der Verstärkunghabe ich im Text geschildert.