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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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hier die Häuser der Weststraße so vor, daß der Kirchhos von dieser Verteidi-gung vollständig ausgeschlossen war. Es betrafen diesen daher die Angriffedes Feindes aus den Schützengraben und die Häuser nicht und berührte dieVerteidigung des Kirchhofes lediglich auf der nach Norden und Westen,

23 u. 24) ES heißt in dem Hoenigschen Werke 3538 u, a, a, O,:ES warnotwendig, daß mit dem Tage des Befehls zur künstlichen Verstärkung vonBeaune vom Generalkommando ein einheitlicher Plan entworfen wurde. Dazuist es nicht gekommen."

An Direktiven für die Einrichtung der Stabilisiere zur Verteidigung wirdes um so weniger gefehlt haben, als, nach dem Tagcbuche des HauptmannWeltmann, das Füsilierbataillon 16 dazu bereits am 24. von Marcilly be-ordert und mit der Einrichtung der Westfront betraut wurde und zu denArbeiten seiner Zeit verschiedene Truppen (16er, 57er und Pioniere), letzterewenigstens am Ormcr Ansgang herangezogen wurden. Auch sprachen in denAugen der Verteidiger der Südwestfront die Resultate der Arbeit für dieDirektiven.

Beschränkte sich dabei das Generalkommando auf die nötigen Anordnungenfür die Verteidigung der Stadt und Vorpostcnstellung, welche letztere, wiewir gesehen haben, während der Zeit, wo die 16cr auf Vorposten waren,aucheingerichtet" wurde, so rechnete es nicht nur mit den ungewissen Ver-hältnissen beim Feinde, sondern auch mit dem Plane der Armeeleitung, daßdas 10. Corps in aller Kürze (am 29. bereits) Beanne verlassen und in denRaum zwischen Loing und Ionne rücke» sollte. Unmöglich konnte das Corpsunter solchen Umständen, einer Schlacht zuliebe, die ganz ungewiß war undganz anders wie ani 28. verlaufen konnte, die ganze Umgegend abbrennen undzerstöre». Wir sind doch keine Hunnen und Vandalen.

Man wird es unter diesen Umständen verstehen", heißt es bei Hoenig,daß man bis zum 28. nicht mehr erreicht hatte, als die Stadtmauer an derSüdfront mit künstlichen Banquetts zu versehen.

Die Ost- und nördliche Westfront von Beaune blieben vollständig offen.Nur an der Straße nach Orme halte man eine bessere Sperre angebracht, dieaber auch nach einigen Granatschüssen in sich zusammengestürzt sein würde."

Das glaube ich schon, wenn die Franzosen die Barrikade selbst noch bessergetroffen hätten. Inzwischen haben diese aber doch ihren Zweck erfüllt und auchden letzten Angriff der Franzosen abgehalten.

Der Abschnitt vom 1. Bataillon 16 erstreckte sich von der Straßenach Orme über den Kirchhof nach der Straße nach Egry, bildete also einenDreiviertelkreis von 1200 Meter, dazu noch weit vorspringend, ohne einenStützpunkt in Beaune selbst, und diese Front war zum großen Teil offenund blieb offen, denn ihre Bedeutung lag im Kirchhofe: wer diesen hatte,hatte Beaune, heißt es weiter bei Hönig.

Da ein Zug abwesend war, so verfügte Hauptmann v. Natzmer nur über510 Gewehre, auf der schwächsten Front, die zugleich strategisch und taktischdie entscheidende war. Wenn Hanptmann v. Natzmer diese Front verteidigen