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Bei der Landwehr : vor Metz und die Schlacht von Beaune la Rolande / Von Gneomar Ernst v. Natzmer
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Infanterie in einem Walde und Colonnen auf 1500, 1600 und 1800 Schritt.Die Batterie erhielt in der Front und in ihren beiden Flanken lebhaftes Jn-fanteriefeuer (Chassepot).

Es gab nun, heißt es in dem Hoenigschen Werke, 3 Gefechtsgruppen, 1. beiLonglour, die 2. bei La Rue Boussier, die 3. in und um Beaune, Unterallen dreien bestand geraume Zeit keine Verbindung, die eine wußte nichts vondem Schicksal der anderen; der Faden der Leitung war längere Zeit abgerissen,keine der 3 Gruppen vermochte eine der anderen zu unterstützen, denn abge-sehen von den großen trennenden Entfernungen, dachte eine jede nur daran,wie sie sich mit ihren eigenen Kräften der feindlichvn Überlegenheit erwehrenkonnte."

Ich glaube aber, daß die Situation der 3 Gruppen schwer miteinander zuvergleichen sind. Jedenfalls befanden sich die 16cr und die 4 Züge 57er inder Stadt, in der Gefahr, gefangen zu werden, wie in einer Falle, die andernTeile des Corps nicht. Das ist moralisch in Anschlag zu bringen.

Wenn aber, wie H. Hoenig meint, den Franzosen die Räumung der Höhenvon les Roches durch die äußere Reserve entgangen ist, so hat das dort ver-bliebene 2. Bataillon 16 den Ruhm, den Feind durch sein bräves Verhaltengetäuscht zu haben.

Es scheint, daß die neue Stellung sich an der Straße nach Egry bei LaRue Boussier und circa 3000 Schritt vom Kirchhofe, mithin, was das Jn-fanteriefeuer angeht, außerhalb der Sphäre von Beaune befand.Generalv. Woyna wollte sich hier als Verbindungsglied des 10. und des 3. Corpsfestsetzen."

WaS die Episode des Versuches zur Rettung des liegen gebliebenen Ge-schützes betrifft", schreibt weiterhin Knauer,so scheint mir des Vizefeldwebel(jetzt Hauptmann) Alps Handlungsweise in der Geschichte des Feldartillcrie-Regiments Nr. 10 (v. Scharnhorst) völlig wahrheitsgetreu dargestellt zu sein.Das Benehmen dieses Mannes war im Gefecht wie nachher, als er, trotz seinerschmerzhaften Wunde, völlig freiwillig mitten in dunkler Nacht mit 6 Pferdenaus das Schlachtfeld ritt, um sein Geschütz aufzusuchen und glücklich fand, überalles Lob erhaben."

Deckt sich diese Darstellung und die des Feldartillerie-ReginientS nicht mitden Erinnerungen des General v. Schüler, diese aber mit den Aussagen sonstigerAugenzeugen, so dürfen wir wohl erwarten, daß man auch sie bekannt macht,weil man sonst die Hoenigsche Auffassung nicht beurteilen kann.

27) Hauptmann Hoenig schildert den Vorgang so, als wenn Hauptmaun Feigenicht auf meine Veranlassung, sondern aus eigenem, freien Entschluß, mit demer sich schon in dem Vorterrain getragen, in Beaune geblieben sei und daß erdaselbst und nicht ich demnächst dem Premierlieutenant Lancelle befohlen habe,die Häuser zu besetzen.

Obwohl alsdann dieses Vorhaben, nach der Hoenigschen Darstellung, bei derBegegnung mit mir insofern wieder aufgegeben erscheint, als sich HauptmanuFeige hierbei schon auf dem Rückmarsch (zum RendezvoS seines Regiments) be-