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Der Uebergang über den Rhein der verbündeten Hauptarmee unter dem Oberbefehle des Feldmarschalls Fürsten Karl von Schwarzenberg am 21. December 1813, nebst einem Berichte über die Ereignisse bis zum 2. Februar 1814 in Frankreich : Ein Beitrag zur Geschichte des Befreiungs-Krieges der Jahre 1813 und 1814 / Von Maximilian Friedrich Thielen
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»nistößlicher Grundlage beruhender, durch unangreifbareGewährleistungen gesicherter Friede konnte allein diesgrosic Werk zu Stande bringen. Kam dieser jetzt nichtim Wege diplomatijcher Unterhandlungen zn Stande, somußte er durch die Gewalt der Waffen erobert, im cige.nen Lande, wo möglich als Wiedervergeltung in der eige-nen Hauptstadt, dem Starrsinne des hartnäckigen Gegnersabgerungen werden.

Die große Armee des Kaisers Napoleon, die zweit-geschaffene im Zeiträume eines Jahres, war abermals ver-nichtet, ihr Material zerstört, und zum lleberflnsse hatteder Keim einer verheerenden Krankheit sich an des zer-schmolzenen Heeres Ferse geheftet, die in wenig Wochenden dritte» Theil der über den Rhein Geretteten dahin-raffte. Aber der Kaiser der Franzose» > am 8. Novem-ber in St. Gloud angekommen stand jetzt in Frank-reich, i>n Herzen jenes Landes, auf welches sein Glückseit zwei Jahrzehnten in Ströme» die Quellen des Reich-thums von ganz Europa gelenkt hatte, llncrmcßlichc Hülfs-mittel jeder Art mußten ihm noch zu Gebote stehen, umseine ungeheueren Verluste zu ersetzen, wen» Zeit ihmgelassen wurde, diese benützen zu könne». Das glorreichbegonnene Werk glorreich zu enden, mußte des oberste»Feldherr» erster und fester Grundsatz seyn, - wen» derFriede jetzt nicht zu Stande kam.

Der österreichische General der Kavallerie, Graf Mer-