veld war am U» Oktober Abends bei Dölitz in französi-sche Kriegsgefangenschaft gerathen. Der Kaiser Napoleonentließ denselben auf Ehrenwort bis znr Auswechselung,und sandte ihn nach einer mehrstündige» Unterredung am18. Oktober bei Anbruch des TagcS mit einem Schreibenvon des Kaisers eigener Hand an Se. Majestät den Kai-ser von Oesterreich, in welchem er den alliirten Monarchenden Frieden antrug; aber unter solchen Bcdingnissen, dieer in Prag, vor dem Ausbruch des Krieges im Vereinder Verbündeten mit Oesterreich, ohne ferneren Schwert-schlag beinahe hätte erhalten können *). Das Schreibe»blieb ganz unbeantwortet, denn die drei Monarchen hatteneinander das Wort gegeben, keinen Frieden mit Napoleoneinzugehen, so lange noch ein Franzose mit gcwaffnctcrHand auf Deutschlands heiligem Boden sich befände. Jetztnach Erfüllung dieser Bcdingnist, angekommen mit ihre»tapfern Heeren am Ufer des Rheines, boten die Monarchendem Kaiser Napoleon zum zweiten Mal den Frieden an.
Der Baron St. Aignan, ei» in die Gefangenschaftder Alliirten gerathener französischer Diplomat, wurdefreigegeben und mit Friedensvorschlägen an Napoleon ab«
*) Die Präger Bedingniffc waren: Abtretung PotenS »ndJllhrien», Anerkennung der Unabhängigkeit Spanien»,Holland» und der Hansestädte (beim allgemeinen Frieden),Integrität und Unabhängigkeit Italiens, Räumung vonganz Deutschland und Rückzug hinter den Rhein.