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solchen Gedanken kommen, wenn man nicht in der Kriegs-geschichte viele Beispiele davon fände. (Montereau 1814.) Mitdiesem Fall ist aber die Maßregel bei Lodi gar nicht zu ver-wechseln. Unbegreiflich ist es, wie jemand, der den Krieg kennt,darüber befremdet sein, oder sie gar wie einen Fehler betrachtenkann. Wenn man seine Arrieregarden noch an sich ziehen will,so muß man wohl die Brücke stehen lassen, und wenn man dieBrücke doch stehen lassen muß, so hat es gar kein Bedenken,etwas zur Aufnahme dieser Arrieregarde jenseits zu lassen, dennbekanntlich deckt man den Rückzug einer Truppe bei schwierigenStellen, wie ein Defilee ist, weit besser durch eine andere Truppe,als durch sie selbst, und diese dort aufgestellte Truppe hat janicht mehr Schwierigkeit des Ueberganges als die ankommendeselbst, und wenn Gefahr vorhanden ist, daß der Feind mithinüberdringen könnte, so muß dieser auf eine andere Weise be-gegnet werden. Niemals ist es wohl irgendwo in der Weltanders gemacht worden.
28 . Bon aparte.
In Beziehung auf den französischen Feldherrn sind eshauptsächlich drei Zweifel, die uns beschäftigen können.
Der erste ist der Uebergangspunkt. — Wir haben schonbei 24. gesagt, was Bonaparte verhindert haben mochte, denPo weiter unten zu überschreiten, kommen aber hier noch ein-mal auf den Gegenstand zurück, weil wir uns dort nicht zuweit von den Begebenheiten entfernen wollten.
Wer immer nur daran denkt, daß ein Uebergang bei Cre-mona ihn unmittelbar auf die Hauptstraße nach Mantua ge-bracht hätte, daß die Oestreicher dadurch von dieser Festungganz abgeschnitten werden konnten, der Platz dann ohne ge-hörige Vertheidigungsmittel blieb und bald fallen mußte, daßaber in jedem Fall das rasende Unternehmen auf die Brückevon Lodi dadurch unnöthig wurde: der wird sich durch das,was wir bei 24. gesagt haben, wahrscheinlich nicht befriedigtfühlen; wir müssen daher zeigen, daß in diesen Voraussetzungenmanche Irrthümer liegen.