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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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geben, wonach den den kommandirenden Generalen beigeordnetenGouvernementskommissären, welche eine Art politischer Aufsichtüber sie führten und in Sachen augenblicklicher Entscheidung alsStellvertreter der Regierung betrachtet werden sollten, die Voll-macht gegeben war, von der nächsten Armee eine Unterstützungan Truppen zu requiriren. Auf diese Weise würde der Negie-rungskommissär der Armee von Unteritalien im Stande gewesensein, Truppen zur oberitaliänischen Armee stoßen zu lassen, imFall er dazu von seinem dortigen Kollegen aufgefordert wordenwäre.

Merkwürdig ist die höchst furchtsame und unsichere Art,mit welcher das Schreiben des Direktoriums vom 7. Mai demsiegreichen Feldherrn diese Absichten und Bestimmungen mittheilt,man erkennt darin die Besorgniß, daß sie diesen aufs Aeußersteverletzen, ihm mißfallen und ihn entweder veranlassen möchten,sich seines Amtes auf der Stelle zu begeben oder offenbarenWiderstand zu leisten, welches beides für eine schwache Regie-rung gleich gefährlich war.

Man hat diesen Plan der französischen Regierung ganz un-begreiflich gefunden und geglaubt, es läge darin im Grundenur die Absicht, die Macht eines Feldherrn zu brechen, der an-finge der Regierung gefährlich zu werden. Wir glauben, daß dieseine theils unwahrscheinliche, theils unnütze Voraussetzung ist.

Als das Direktorium diesen Plan entwarf, hatte es nur dieNachricht von den in den Apenninen erfochtenen Erfolgen undvon dem Waffenstillstände Sardiniens erhalten; warum sollte esso schnell eifersüchtig auf einen Feldherrn gewesen sein, der sichgegen dasselbe stets mit Mäßigung und Ehrerbietung betragenhatte? Im Grunde will das Direktorium nichts, als wasBonaparte einige Wochen später auszuführen selbst für noth-wendig hielt: nämlich sobald man die Oestreicher aus denEbenen der Lombardei vertrieben hatte, mit den entbehrlichenTruppen eine Unternehmung gegen Livorno, Rom und Neapelauszuführen, um dort die Engländer zu vertreiben und Romund Neapel zum Frieden zu zwingen. Wie weit das führenwürde, wie viel Zeit es kosten, welche Truppen es nach und