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nuovo versammelt worden sein, nnd Augereau anfangs Befehlerhalten haben, die Etsch aufwärts dem Feind in die linke Flankezu marschiren. Von der Ausführung dieses Befehls findet sichkeine Spur, er muß also gleich wieder abgeändert worden sein,würde aber, wenn er gegeben worden ist, beweisen, daß Bona-parte anfangs geglaubt habe, im Gebirge selbst Widerstandleisten zu können. Auch in Beziehung auf die Versammlung derDivisionen Kilmaine und Despinois ist es sonderbar, daß sieam folgenden Tage bei Villa Franea sind, während es dochnatürlich gewesen wäre, sie zur Aufnahme der Division Massenain Castelnuovo zu lassen, wenn sie den 29. wirklich schon dawaren.
Gewiß ist, daß Bonaparte, nachdem er durch die umständ-licheren Berichte von Massena erkannte, daß diese Division am29. ziemlich gemißhandelt worden war, die Stärke des vor-rückenden Wurmser, vermuthlich noch mit einigen Uebertrei-bungen, erfuhr und zugleich die Meldung von dem Vorrückeneiner fast eben so starken Kolonne über Salo und Gavardo er-hielt, die den General Säuret geschlagen hatte, lind deren Ka-vallerie schon auf der Straße von Mailand streifte, — dieNothwendigkeit einer allgemeineren Maßregel einsah.
Wenn wir blos den Verlauf der Begebenheiten im Augehaben wollten, so würden wir sagen: Bonaparte faßte am :iO.den Entschluß, die Belagerung von Mantua nicht nur aufzu-heben, sondern auch keine Zeit mit Rettung des Trains zu ver-lieren und die 120 Stück Geschütze, die ja ohnehin aus fremdenZeughäusern entnommen waren, im Stich zu lassen, seine Armeezu versammeln und sie vereinigt auf eine der beiden durch denGardasee getrennten Massen des Feindes zu führen,, und zwarvorzugsweise auf Ouasdannowitsch, einmal weil er der Schwächerewar, zweitens weil er der französischen Aufstellung in den Rückenvordrang, so daß im Fall eines schlechten Erfolges bei diesemAngriff wenigstens keine Gefahr für den Rückzug war.
Dieser einfachen Vorstellungsart stellt sich nur der Umstandentgegen, daß später durch die zwischen Augereau und Bona-parte entstandene Mißhelligkeit von Seiten jenes Generals zur