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Etsch kommen und Bonaparte eine Schlacht anbieten können, inder er nicht Sieger sein konnte, während 15,000 sich der Straßevon Mailand bemächtigen und im Fall eines Sieges den Er-folg erhöhten. Aber da das Uebergcwicht der Zahl, welches dieOestreichs bei der größten Vereinigung ihrer Kräfte erhaltenkonnten, 50 zu 35, nur eben groß genug war, um ihnen eineziemliche Wahrscheinlichkeit des Erfolges zu geben, so ist dieTheilung der Kräfte aus eine Art, die gar keine Wiedervereini-gung vor der Entscheidung zuließ, ein ganz entschiedener Haupt-fehler. — Durch die Theilung geschwächt und doch nach einergroßen Entscheidung verlangend, ist Wurinser in dem Fall,einige 30,000 Mann unter Bonaparte am 5. August mit 25 ,Mann zu bekämpfen. Wir fragen, ob bei dem moralischenVerhältniß beider Armeen dabei irgend eine Aussicht des Siegeswar? Wäre er mit seiner ganzen Armee auf einer Straße vor-gedrungen, so würde er an dem entscheidenden Tage derselbenfranzösischen Macht das Doppelte an Streitkräften entgegen-geführt haben.
Nachdem wir auf diese Weise den Werth anerkannt haben,den das Vordringen mit einer Kolonne auf dem westlichen Uferdes Gardasees haben konnte, stehen wir nicht an, den Plan derOestreichs für eine von jenen strategischen Konceptionen znhalten, wo eine falsche Generalstabswissenschaft das Bedürfnißzusammengesetzter Formen und Mittel hat, ohne selbst zu wissen,warum. Auf einer Straße ganz einfacherweise gegen seinenFeind vordringen, das schreckt einen Obersten des Generalstabeszurück, weil es in den Verdacht des bloßen Naturalismusbringen könnte. Das Einfache muß, wie schon gesagt, imKriege immer das erste sein, worauf man verfällt, und jederSchritt, den man davon abweicht, muß einen klaren und be-stimmten Grund für sich haben. Dieser Gang der Vorstellungenist aber den Strategen zu dieser Stunde noch etwas ganzFremdes. Sie fangen immer mit dem Zusammengesetzten an,und so ist denn ihr ganzes Raisonnement auch so zusammen-gesetzt, daß man weder Anfang, noch Ende darin finden kann-