Buch 
4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
130
JPEG-Download
 

130

Ende August wird die Stärke der französischen Armee fol-gendermaßen angegeben:

Die Division Vaubois

11,000 Mann

- - Massen«

13,000 -

- - Augereau

9,000 -

- - Sahuguet

10,000 -

Kavallerie und Kilmaine

2,000 -

Snmma 45,000 Mann.

46. Neuer AngriffSplun der Ocstreicher.

Während Bonaparte sich wieder verstärkte und mit seinemGouvernement über das, was geschehen sollte, noch nicht ganzeinig werden konnte, hatte die östreichische Regierung gleichfallsalles aufgeboten, um Wurmsers Armee aus dem Innernwieder zu verstärken. Sie war Ende August wieder auf etwa45,000 Mann gebracht. Aber die östreichische Regierung be-gnügte sich nicht damit, auf diese Weise Tirol zu sichern,welches jetzt der in Schwaben vorgerückten Armee Moreausschon in der rechten Flanke und im Rücken lag, sondern siewollte auch die Offensive in Italien nicht aufgeben. Wurmsersollte abermals in die Ebene Italiens Hinuntersteigen, umMantua zu befreien.

Diesmal war es nicht der Generalstab, sondern das Jn-genieurkorps, welches sein Licht in das Transparent des strate-gischen Planes trug, und das hieß dann freilich aus dem Regenin die Traufe kommen. Statt des Obersten Weirotter war esder Jngenieurgeneral Lauer, der, als Chef des Generalstabes,dem alten Wurmser zur Seite gegeben, einen neuen Angriffsplanmitbrachte.

Die Armee Wurmsers sollte sich wieder theilen. WährendDavidowitsch mit 20,000 Mann Tirol besetzt hielt, sollte Wurmsermit 26,000 Mann durch das Thal der Brenta in die Ebenehinabsteigen; wenn dann die französische Armee sich gegen ihnwendete, so sollte von den in Tirol gebliebenen Truppen ein an-gemessenes Korps ins Thal der Etsch hinabsteigen und in denRücken der französischen Armee vordringen, um sie entweder aus